Was ist das “Self Defense BaseCamp”?

Das CloudPirat Self Defense BaseCamp ist ein Einstieg in die Verteidigung der Privatsphäre und in die IT-Sicherheit. Es eignet sich für alle Menschen und Familien mit einem normalen Internet-, Berufs- bzw. Schulalltag. Konsequent angewendet ist es ein guter Einstieg, um dich vor Internetkriminalität, Massenüberwachung durch Internetkonzerne und allzu neugierige Ermittlungsbehörden zu schützen.

Das BaseCamp steht für einen Neubeginn. Eine schrittweise Weiterentwicklung und ein Umdenken hin zu “Weniger, mit mehr Privatsphäre, Lebensqualität und Sicherheit”. Auch ein Verstehen, was mit unserer Welt gerade passiert und warum es wichtig ist, sich für unsere Privatsphäre einzusetzen. und dafür genau so zu kämpfen wie für unsere Umwelt und den Naturschutz.

Und auch wenn ich im Bereich der “Privacy Toolbox” viele technische Konzepte und Anwendungen beschreibe, ist es für mich keine bloße App-Sammlung, die man mal schnell installieren kann. Denn, was sich Schritt für Schritt beim Absolventen des BaseCamps einstellen soll, ist das Verständnis für:

  • Datensparsamkeit,
  • die Wichtigkeit sicherer Verschlüsselung (ohne eine Hintertür für Ermittlungsbehörden),
  • die sichere Beurteilung vertrauenswürdiger Anbieter von Technik, Software und Dienstleistungen,
  • die Vorteile von Crowd-finanzierten und quelloffenen (sog. Open Source) Anwendungen,
  • die Überlegenheit von dezentralen (sog. federated oder deplatforming) Lösungen und ihre Vorteile für den Anwender und seiner Privatsphäre gegenüber zentralen Cloud-basierten Angeboten.

Im Prinzip handelt es sich bei meinem Self Defense BaseCamp um:

  • eine schrittweise Anpassung des eigenen Verhaltens,
  • der Umsetzung der vorgeschlagenen Konzepte und Verhaltensweisen,
  • eine schrittweise Anpassung der genutzten Anwendungen, Betriebssysteme und Geräte.

Wie geht es nach dem Self Defense BaseCamp weiter?

Fühlt man sich mit dem Gelernten im BaseCamp wohl, hat es verinnerlicht, kann man getrost an die erweiterten Themen die im Advanced Self Defense vorgestellt werden, herangehen.

Advanced Self Defense richtet sich an Personen mit einem höheren Bedrohungsrisiko, etwa Aktivisten, Journalisten, Firmen, einfach alle Menschen, die es interessiert oder die es benötigen. Es ist die 2. Stufe nach dem BaseCamp und wird in der CloudPirat-Akademie stattfinden.

Die Lektionen des BaseCamps

(1) Umstellung von Gewohnheiten und Nutzungsverhalten

(2) Datensparsamkeit

(3) Sichere Passwörter & Passphrasen

(4) Privacy Toolbox

(5) Sicher und Privat am Rechner und Handy

(6) Selbstbefreiung – Abmeldung bei Google, Facebook, Instagram und Co.

Quellen, Tipps und Links zum Weiterlesen

Alle im Self Defense BaseCamp beschriebenen Inhalte sind Teil meiner Überzeugung. Ich recherchiere zu dem Theme seit 2016. Alle Konzepte und Anwendungen teste und lebe ich selbst in meinem digitalen Alltag. Neue Entwicklungen pflege ich regelmäßig ein.

Mein besonderer Dank an dieser Stelle gilt den folgenden Organisationen und  Menschen. Aus ihren teilweise unterschiedlichen Perspektiven und Empfehlungen, habe ich versucht ein nutzbares Kondensat für den Alltag zu bilden.

Electronic Frontier Foundation (EFF), eine internationale NGO mit Sitz in San Francisco. Die EFF setzt sich seit 30 Jahren für digitale Freiheitsrechte ein.

accessnow, eine internationale Initiative für digitale Freiheitsrechte. AccessNow unterhält u.a. eine 24×7 HelpLine die Bürgerrechtler, Aktivisten und Journalisten aktiv bei der Verteidigung ihrer IT-Sicherheit unterstützt.

PrivacyGuides, sehr zuverlässige Quelle mit ständig aktualisierten Empfehlungen für vertrauenswürdige und sichere IT-Lösungen die deine Privatsphäre schützen

Kuketz-Blog, der beste deutsche Blog zum Thema IT-Sicherheit und Privatsphäre.

Restore Privacy, ein US Blog mit starken Fokus auf digitale Privatspäre und IT-Sicherheit. Alles gut getestest und beschrieben.

Tactical Tech Collective, internationales Non-Profi mit Sitz in Berlin. Sie setzen sich mit der Auswirkung von Technologie auf die Gesellschaft auseinander. Projekte wir “Digital Detox” = Digitale Selbstverteidigung oder “Exposing the Invisible” = Internet Recherche in öffentlichen Quellen sind wirklich extrem gut gemacht.